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Deine Wortwahl verrät, ob du eine versteckte Persönlichkeitsstörung hast. Warum eine Münchner Schule plötzlich Zahnstocher verbietet. Und warum tatsächlich immer noch Platz für Nachtisch ist – According to Science!
Forscher ließen Labormäuse frei – du wirst nicht glauben, was dann geschah! Mikroplastik dringt tief in unsere Knochen ein und zerstört uns leise von innen heraus. Und warum wir Menschen wahrscheinlich über 30 Sinne besitzen.
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Und nun zum Sci-Fakt-Newsletter! Willkommen zu diesem Wochenrückblick. Los gehts!
🚫 Warum eine Münchner Schule plötzlich Zahnstocher verbietet.
✍️ Die Kurzfassung
Nein, es geht ganz und gar nicht um Mundhygiene und auch nicht um Erstickungsgefahr: An einer Münchner Realschule sind Zahnstocher ab sofort verboten, nachdem Siebtklässler mit nikotinhaltigen Exemplaren erwischt wurden.
Auslöser ist ein Social-Media-Trend: mit Nikotin getränkte Zahnstocher, die als Rauchersatz beworben werden und äußerlich harmlos wirken.
Die Schule greift nun per Hausrecht durch, weil solche Produkte Suchtmittel sind und für Kinder ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen.
Tatsächlich können die Stäbchen bis zu fünfmal so viel Nikotin enthalten wie eine Zigarette, sind in Deutschland verboten aber online leicht aus dem Ausland zu bestellen – Jugendschutz wirkungslos.
Am Ende bleibt vor allem eines: Aufklärung – denn dieser gefährliche Trend scheint unter Kindern und Jugendlichen gerade immer beliebter zu werden.
📌 Mehr erfahren? → Süddeutsche Zeitung
🚀 Die NASA sucht ein Weltraummaskottchen für die Mondmission 2026.
✍️ Die Kurzfassung
Die NASA sucht für die Mondmission „Artemis 2“ im Jahr 2026 ein kleines Maskottchen, das in der Schwerelosigkeit als Glücksbringer durch die Kapsel schwebt.
Dabei hat dieses „Schwerelosigkeitsmaskottchen“ als sogenannter „Zero-G-Indicator“ eine ganz praktische Funktion: Das Objekt liegt frei und beginnt zu schweben, sobald das Raumschiff Schwerelosigkeit erreicht.
Unter 2600 Einsendungen aus der ganzen Welt schaffte es ein Entwurf der in Berlin lebenden Designerin Giulia Bona in die Top 25 – ein kleiner Astronaut auf der Schulter des mythologischen Giganten Orion.
Die rund zehntägige Mission wird vier Astronauten erstmals seit 1972 wieder nah an den Mond bringen.
Weltraum-Glücksbringer haben dabei Tradition: Schon Juri Gagarin soll 1961 eine Puppe dabeigehabt haben – seit dem waren bereits viele Stofftiere und Co. im All.
Wer gewinnt, entscheidet die Crew selbst – und Bona hofft, ihr Maskottchen bald live durchs Raumschiff schweben zu sehen.
📌 Mehr erfahren? → Spiegel Wissenschaft
🗣 Deine Wortwahl verrät, ob du eine versteckte Persönlichkeitsstörung hast.
✍️ Die Kurzfassung
Unsere alltägliche Sprache verrät oft mehr über unsere Persönlichkeit, als uns bewusst ist – besonders bei problematischen oder gestörten Persönlichkeitsmustern, wie eine Doktorarbeit an der Lancaster University nun intensiv untersuchte.
Neben transkribierten Gesprächen und Briefen wurden für diese Forschungsarbeit über 830.000 Social-Media-Posts von 992 Personen mit Persönlichkeitsstörung sowie zusätzlich 1,3 Millionen Posts einer Vergleichsgruppe aus der Allgemeinbevölkerung von 945 Personen mithilfe von Computermodellen analysiert.
Menschen mit stärkerer Persönlichkeitsdysfunktion verwenden häufiger ich-bezogene, dringliche und negativ gefärbte Wörter – während Begriffe für Nähe, Gemeinschaft und Verbundenheit seltener werden.
Auch extreme bzw. absolute Formulierungen wie „immer“, „nie“ oder viele Verneinungen deuten auf starres, belastetes Denken hin.
Wichtig ist dabei nicht ein einzelnes Wort, sondern das wiederkehrende Gesamtbild, das früh auf emotionale Überforderung, Rückzug oder „red flags“ im sozialen Umgang hinweisen kann.
📌 Mehr erfahren? → Lancaster University
🐁 Forscher ließen Labormäuse frei – du wirst nicht glauben, was dann geschah!
✍️ Die Kurzfassung
US-Forscher setzten Labor-Mäuse für eine Woche in ein naturnahes Außengehege – und stellten fest, dass das typische im Labor entstandene ängstliche Verhalten der Tiere fast vollständig verschwand.
Nach ihrer „Freiheitserfahrung“ verhielten sich die Tiere in klassischen Angsttests so, als hätten sie diese nie zuvor gesehen.
Die vielfältige und natürliche Umgebung wirkte wie ein psychologischer Neustart: Sie verhinderte die Entstehung von Angstzuständen und konnte bestehende Angstreaktionen sogar rückgängig machen.
Das stellt gängige Labormethoden zur Angstforschung infrage und zeigt, wie stark Umwelt und Erfahrung das Verhalten prägen.
Die Studie legt nahe, dass auch beim Menschen ein abwechslungsreicheres und naturnahes Leben helfen könnte, Ängste besser zu behandeln – statt sie unbeabsichtigt zu verstärken.
📌 Mehr erfahren? → Current Biology
🍰 Warum tatsächlich immer noch Platz für Nachtisch ist – According to Science!
✍️ Die Kurzfassung
Auch wenn wir uns nach dem Hauptgang pappsatt fühlen, scheint für Nachtisch fast immer noch Platz zu sein – ein Phänomen, das die Japaner treffend „betsubara“ nennen, den vermeintlich separaten Dessert-Magen.
Dahinter steckt kein Zauber, sondern ein dehnbarer Magen, der sich anpasst und süße, weiche Speisen mechanisch viel leichter verarbeitet als schwere Hauptgerichte – wie Michelle Spear, Anatomie-Professorin an der University of Bristol in einem Fachartikel erklärte.
Entscheidend ist aber auch das Gehirn: Zucker aktiviert unser Belohnungssystem und erzeugt sogenannten „hedonischen Hunger“, also Appetit aus Lust statt aus Notwendigkeit.
Zusätzlich wirkt der Tapetenwechsel auf unsere Sinne – neue Aromen und Texturen lassen die Motivation zu essen wieder aufflammen, obwohl wir eigentlich satt sind.
Timing und Gewohnheit tun ihr Übriges: Sättigungshormone wirken verzögert, und Nachtisch ist kulturell fest als Belohnung und Abschluss verankert.
📌 Mehr erfahren? → The Conversation
🙉 Warum wir Menschen wahrscheinlich über 30 Sinne besitzen.
✍️ Die Kurzfassung
Wissenschaftler der University of Oxford gehen davon aus, dass der Mensch nicht nur fünf, sondern wahrscheinlich zwischen 22 und 33 Sinne besitzt – von Gleichgewicht und Körperlage bis hin zum Gefühl, dass ein Arm wirklich „zu uns gehört“.
Unsere Wahrnehmung ist dabei immer multisensorisch: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen greifen ständig ineinander und beeinflussen sich gegenseitig.
So kann ein Duft Haare weicher erscheinen oder Joghurt cremiger schmecken lassen, ohne dass sich die Zusammensetzung oder Textur tatsächlich ändert.
Auch Geschmack ist kein einzelner Sinn, sondern ein Zusammenspiel aus Zunge, Nase und Tastsinn – weshalb wir z. B. keine „Erdbeerrezeptoren“ haben und der Geruch den größten Anteil am Geschmack ausmacht.
Experimente zeigen zudem, wie stark unsere Sinne getäuscht werden können: Etwa wenn Flugzeuglärm Tomatensaft besser schmecken lässt oder kleine Gewichte schwerer wirken als große – ein guter Grund, die eigene Wahrnehmung bewusster zu erleben.
📌 Mehr erfahren? → The Conversation
🦴 Mikroplastik dringt tief in unsere Knochen ein und zerstört uns leise von innen heraus.
✍️ Die Kurzfassung
Mikro- bzw. Nanoplastik ist inzwischen überall – und Forscher haben die winzigen Kunststoffpartikel sogar tief im menschlichen Knochengewebe und Knochenmark gefunden.
Eine Auswertung von 62 Studien zeigt, dass diese mikroskopischen Plastikteilchen über das Blut in die Knochen gelangen und dort den Knochenstoffwechsel stören können.
Tier- und Zellstudien deuten darauf hin, dass Mikroplastik das Knochenwachstum hemmt, Entzündungen fördert und knochenbildende Zellen schädigt.
Das könnte Knochen schwächen und anfälliger für Verformungen und Brüche machen – ein möglicher zusätzlicher Faktor bei Erkrankungen wie Osteoporose.
Während die Plastikproduktion weiter steigt, raten Experten zu mehr Forschung, effektiveren Schutzmaßnahmen und besseren Kunststoffalternativen für weniger Plastik im Alltag.
📌 Mehr erfahren? → Osteoporosis International
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