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Wenn du dich 2026 tätowieren lassen willst, musst du das unbedingt wissen! Warum Psychotherapeuten an „Frauenhassern“ scheitern. Und wie dunkle Schokolade dein Altern auf genetischer Basis verlangsamen kann.

Warum selbst KI nicht eindeutig sagen kann, was KI-generiert ist. Die Geschichte der ersten „Weltraum-Schwangerschaft“. Und warum manche Menschen mehr Knochen haben als andere.

Willkommen zu diesem Wochenrückblick. Los gehts!

🧠 Warum Psychotherapeuten an „Frauenhassern“ scheitern.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Sogenannte „Incels“ – unfreiwillig enthaltsame, oft verbitterte und durch Frauenhass geprägte Männer – sind in der Psychotherapie kaum erreichbar.

  2. Eine internationale Studie mit Forenanalysen und Erfahrungsberichten macht deutlich: Die meisten haben Therapie vor allem wegen Einsamkeit oder Depressionen begonnen (oft unter Druck), und überwiegend als negativ erlebt (71 % der Befragten).

  3. Zentrale Hürden sind eine fatalistische Weltsicht („Biologie entscheidet alles“), tiefes Misstrauen gegenüber Therapeuten und Verschwörungserzählungen über ein angeblich männerfeindliches System.

  4. Psychotherapie erscheint ihnen daher nicht als Hilfe, sondern als nutzlos oder sogar bedrohlich.

  5. Die Forscher fordern in ihrer Studie neue, klar strukturierte Therapieansätze, die das Weltbild der Betroffenen ernst nehmen, ohne es zu bestärken.

Hintergrund: Warum ist das wichtig? Incels gelten als gesellschaftliche Gefahr, weil sich in Teilen dieser Szene Frustration, Frauenhass und Gewaltfantasien gegenseitig verstärken. Online-Foren wirken oft wie Echokammern, in denen sich Opferrollen, Entmenschlichung von Frauen und die Rechtfertigung von Gewalt normalisieren. In mehreren realen Gewalttaten (bis hin zu Terroranschlägen) haben sich Täter explizit auf die Incel-Ideologie berufen, was Sicherheitsbehörden alarmiert.

📌 Mehr erfahren? → Psychotherapy Research

🍫 Wie dunkle Schokolade dein Altern auf genetischer Basis verlangsamen kann.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Eine neue Studie von Forschern des King’s College London zeigt: Es gibt starke Hinweise darauf, dass der vor allem in Kakaobohnen enthaltene Stoff Theobromin das biologische Altern verlangsamt.

  2. Menschen mit höheren Theobromin-Werten im Blut wirkten laut genetischen Altersmarkern „jünger“ – gemessen an DNA-Methylierung und Telomerlänge.

  3. Untersucht wurden Blutproben von rund 1.700 Personen, wobei Theobromin der einzige Kakao-Bestandteil mit diesem Effekt war.

  4. Das heißt aber nicht, dass man unbegrenzt Schokolade essen sollte, denn Zucker und Kalorien bleiben ein Problem – die beste Variante ist dunkle Schokolade, da sie am meisten Theobromin und am wenigsten Zucker enthält.

  5. Obwohl noch viel Forschung in diese Richtung notwendig ist, liefert diese Studie einen weiteren Einblick darin, dass alltägliche Lebensmittel unsere Gene – und unser Altern – beeinflussen.

📌 Mehr erfahren? → Aging

🚀 Die Geschichte der ersten „Weltraum-Schwangerschaft“.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Vier Mäuse verbrachten zwei Wochen auf Chinas Raumstation – eine von ihnen war währenddessen trächtig und bekam nach der Rückkehr neun gesunde Junge.

  2. Das zeigt erstmals, dass ein kurzer Raumflug die Fortpflanzungsfähigkeit von Säugetieren offenbar nicht beeinträchtigt (zumindest auf den ersten Blick).

  3. Das ist wichtig, weil Mäuse dem Menschen genetisch ähneln und früh zeigen, ob Mikrogravitation oder Strahlung grundlegende biologische Prozesse stören.

  4. Trotz unerwarteter Verlängerung der Mission und improvisierter Notverpflegung entwickelten sich Muttertier und Nachwuchs normal.

  5. Die „Weltraum-Babys“ geben damit einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer, dass längere menschliche Missionen zum Mond oder Mars biologisch machbar sein könnten.

📌 Mehr erfahren? → Universe Today

👀 Warum selbst KI nicht eindeutig sagen kann, was KI-generiert ist.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Selbst für KI ist es extrem schwierig, KI-generierte Texte zuverlässig zu erkennen, erklärt Ambuj Tewari, Professor für Statistik an der University of Michigan in einem Fachartikel.

  2. Zwar gibt es menschliche Gutachter, statistische Verfahren, lernbasierte Detektoren und sogar Wasserzeichen – doch jede Methode hat klare Schwächen und Abhängigkeiten.

  3. Besonders problematisch ist, dass Detektoren schnell veralten, auf Annahmen über konkrete KI-Modelle angewiesen sind oder nur mit Kooperation der KI-Anbieter funktionieren.

  4. Gleichzeitig entsteht ein Wettrüsten: Je transparenter Erkennungswerkzeuge sind, desto leichter lassen sie sich umgehen.

  5. Das Fazit ist ernüchternd, aber realistisch: Auch wenn KI-Texterkennung besser wird, kann sie wahrscheinlich niemals zuverlässig funktionieren.

📌 Mehr erfahren? → The Conversation

🦈 Warum Weiße Haie aus dem Mittelmeer plötzlich auf Fischmärkten angeboten werden.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Auch wenn Badegäste wahrscheinlich nicht trauern: Forscher schlagen Alarm! 2025 wurden im Mittelmeer vermutlich mehr als 40 Weiße Haie getötet – eine dramatische Zahl für eine ohnehin winzige und streng geschützte Population.

  2. Ein Team aus US-Wissenschaftlern suchte wochenlang vergeblich nach lebenden Tieren, während parallel Berichte über gefangene und getötete Haie eintrafen.

  3. Untersuchungen in Nordafrika und Funde in sozialen Medien zeigen, dass Weiße Haie auf Fischmärkten in Ländern wie Tunesien und Algerien verkauft werden.

  4. Besonders kritisch ist, dass diese Mittelmeer-Haie eine in sich abgeschlossene Population sind und keinen Nachwuchs mit Individuen aus dem Atlantik bekommen.

  5. Mit vermutlich weniger als 250 verbliebenen Tieren droht der Art laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) das regionale Aussterben – mit spürbaren Folgen für das gesamte Ökosystem.

📌 Mehr erfahren? → Spiegel Wissenschaft

🦴 Warum manche Menschen mehr Knochen haben als andere.

✍️ Die Kurzfassung

  1. Der Mensch hat als Erwachsener meist 206 Knochen, doch bis zu 30 % der Bevölkerung trägt unbemerkt ein paar mehr mit sich herum.

  2. Diese sogenannten Zusatzknochen („Akzessorische Knochen“) entstehen, wenn Knochen in der Entwicklung nicht vollständig miteinander verschmelzen.

  3. Meistens bleiben sie unauffällig und werden zufällig auf Röntgenbildern entdeckt – oder sogar mit Brüchen verwechselt.

  4. Besonders häufig kommen sie im Fuß und Sprunggelenk vor und können dort bei Belastung Schmerzen verursachen, etwa bei Tänzern.

  5. Seltener gibt es auch zusätzliche Rippen im Halsbereich, die zwar normalerweise harmlos sind, aber gelegentlich Nerven oder Gefäße reizen.

📌 Mehr erfahren? → LiveScience

🔎 Wenn du dich 2026 tätowieren lassen willst, musst du das unbedingt wissen!

✍️ Die Kurzfassung

  1. Die aktuelle Studienlage: Tattoos sind mehr als nur Körperkunst – die meisten Farben bestehen heutzutage aus komplexen Chemikalien, die für unseren Körper keineswegs biologisch neutral sind.

  2. Das Immunsystem erkennt die Pigmente als Fremdkörper, kapselt sie ein und transportiert einen Teil davon in die Lymphknoten.

  3. Forschung zeigt sogar, dass Tattoo-Tinte Entzündungen auslösen und unter bestimmten Bedingungen Immunreaktionen, etwa auf Impfungen, beeinflussen kann.

  4. Besonders farbige Tinten enthalten Metalle und Farbstoffe, die Allergien verursachen oder sich durch UV-Licht und Laser in potenziell giftige Substanzen zersetzen.

  5. Für die meisten Menschen sind Tattoos zwar unproblematisch, doch sie bedeuten eine lebenslange chemische Belastung – und werfen mehr offene Gesundheitsfragen auf, als lange angenommen wurde.

  6. (Eine Lösung!) Auf der anderen Seite gibt es immer bessere Alternativen: etwa Bio-Tinten aus pflanzlichen Pigmenten, die keine Schwermetalle enthalten und keine langfristigen Risiken wie UV-Spaltung mit sich bringen – einfach beim Tätowierer deines Vertrauens nachfragen.

Ich hoffe, die heutige Ausgabe hat dir gefallen! Teile diesen Science-Newsletter gerne mit deinen Freunden. Bis nächste Woche. Nerdige Grüße, Anastasia ✌️