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🔎 Entwickelt sich dieser Parasit gerade zu unserem Helfer?
✍️ Die Kurzfassung
Fast jeder Mensch trägt winzige Milben der Art Demodex folliculorum auf der Gesichtshaut, die ihr gesamtes Leben in unseren Haarfollikeln verbringen und sich von abgestorbenen Hautzellen ernähren.
Eine Genomanalyse zeigt, dass sich diese Milben im Laufe der Evolution immer stärker an den Menschen angepasst haben und möglicherweise auf dem Weg von einem Parasiten zu einem nützlichen Symbionten sind, so ein internationales Forscherteam.
Durch ihren geschützten Lebensraum haben sie viele Gene verloren, besitzen extrem einfache Körper und orientieren sich sogar am Melatonin ihrer menschlichen Wirte, um nachts aktiv zu werden.
Die Forscher vermuten, dass die winzigen Mitbewohner unserem Körper sogar helfen, indem sie die Poren sauber halten und so eine bislang unterschätzte Rolle für unsere Haut spielen könnten.
📌 Mehr erfahren? → Molecular Biology and Evolution
✨ Astronomen finden Zucker im interstellaren Raum.
✍️ Die Kurzfassung
Ein spanisch-japanisches Forscherteam hat erstmals den Einfachzucker Erythrulose in einer Molekülwolke der Milchstraße entdeckt – der erste direkte Nachweis eines Zuckers im interstellaren Raum.
Die Entdeckung stärkt die Theorie, dass wichtige Lebensbausteine wie Zucker schon vor der Entstehung der Erde im Weltall vorhanden waren und durch Meteoriten auf unseren Planeten gelangten.
Berechnungen zufolge könnten während des sogenannten „Late Heavy Bombardement“ vor rund 4 Mrd. Jahren bis zu 50 Milliarden Tonnen Erythrulose auf die junge Erde eingeschlagen sein.
Überraschend entstand der Zucker offenbar nicht aus den bislang vermuteten Vorläufern, sondern wahrscheinlich aus den einfacheren Molekülen Glycolaldehyd und Ethylenglykol auf Eiskörnchen im All.
Die Forscher hoffen nun, bald auch weitere Zucker wie Ribose nachzuweisen – ein entscheidender Bestandteil von RNA und damit ein weiterer möglicher Hinweis auf den kosmischen Ursprung des Lebens.
📌 Mehr erfahren? → Nature Astronomy
🔬 Forscher testen ein KI-Antibiotikum an einer künstlichen „Vagina auf einem Chip“.
✍️ Die Kurzfassung
Mithilfe von KI hat ein internationales Forscherteam einen vielversprechenden neuen Antibiotika-Kandidaten gegen Gonorrhö (Tripper) entdeckt – eine Geschlechtskrankheit, deren Erreger zunehmend resistent gegen bestehende Medikamente wird.
Anstatt unzählige Moleküle mühsam von Hand zu testen, durchsuchte eine KI rund sechs Millionen Wirkstoffe und identifizierte den Kandidaten MP20.
Getestet wurde das Mittel an einer innovativen „Vagina-auf-einem-Chip“ (ja, das ist der offizielle Name), die als synthetisches Organmodell menschliche Zellen realistisch nachbildet und Tierversuche teilweise ersetzen könnte.
Dort gelang es MP20, die Bakterien genauso effektiv abzutöten wie das derzeitige Standardantibiotikum Ceftriaxon.
Bis das Medikament beim Menschen eingesetzt werden kann, müssen jedoch noch umfangreiche Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien folgen.
📌 Mehr erfahren? → Science Translational Medicine
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